Publikation: ready2capture! HafenCity, ein urbaner Raum? tetrapak (Hg.) b_books Berlin 2003

Die HafenCity, als das "größte Stadtentwicklungsprojekt Europas" diente der Stadt Hamburg als Projektionsflöche für urbane und wirtschaftliche Expansionsvorstellungen. Auch die Konzentration von Kunst auf dem Entwicklungsgebiet der HafenCity - wozu die Artgenda Biennale selber gehörte - folgt der ästhetischen und ideellen Repräsentationslogik der HafenCity.

Die Gruppe tetrapak hat die kulturelle Autorität der Biennale genutzt, um eine Projektplattform in einem der zentralen Gebäude der HafenCity auch gegen den Widerstand der städtischen und wirtschaftlichen Investoren zumindest für einen begrenzten Zeitraum durchzusetzen und mit dieser Setzung das Planungsgelände als kontrollierten Raum sichtbar gemacht

Gemeinsam mit den beteiligten Künstler_innen, Aktivist_innen und Theoretiker_innen Igor Baskin, Markus Degerman, Dreli Kuda Popalo, Madsen+Möller, Tanja Nellemann, Sixten Therkildsen, Lisa Torell, Anton Tscherbakov, Mikhail Zolotoukhine, Felix Axster, Klaus Baumgardt, city.crime.control, Reimer Dohrn, Joachim Häfele, Margret Markert, Kathrin Wildner wurden darüber hinaus Planungslogiken kritisch befragt, ästhetische Räume quer zu den eingeübten Wahrnehmungskategorien erfasst, Bezüge zu anderen Stadtquartieren hergestellt und angeknüpft an bestehende kritische Diskurse zur politischen und architektonischen Vereinnahmung und Überplanung des öffentlichen Raums